Qualitätskontrolle in der CAD/CAM-Zahntechnik

Digitale Fertigung wird oft mit automatischer Präzision gleichgesetzt. Tatsächlich verschiebt CAD/CAM die möglichen Fehlerquellen nur – von der Handarbeit hin zu Datenqualität, Materialverhalten und Prozesskontrolle. Wo im Ablauf tatsächlich geprüft wird und woran sich Qualität festmachen lässt, ordnet dieser Beitrag ein.

Auf einen Blick: CAD/CAM-Qualitätskontrolle

  • Workflow Datenerfassung → Datenprüfung → CAD-Design → CAM-Fertigung → Nachbearbeitung → Endkontrolle
  • Prüfkriterien Sitz ohne Kippen, dichter Randschluss, korrekte Kontakte, polierte Oberfläche
  • Werkstoffe u. a. Zirkonoxid, NEM-Legierungen, PMMA
  • Standards CE-konforme Werkstoffe, TÜV-zertifizierte Dentallabore

Warum Technik die Zahntechnik nicht ersetzt

Moderne Hardware und CAD/CAM-Technologie ermöglichen ein schnelles und sicheres Verfahren. Der entscheidende Qualitätsfaktor bleibt dennoch die erfahrene Zahntechnik: Die Software liefert einen Vorschlag – die Beurteilung, ob dieser zur konkreten Mundsituation passt, trifft nach wie vor ein Mensch.

Imex Kontrolle Zahn Finishing

Die Prüfpunkte im Prozess

Qualität entsteht an mehreren Kontrollpunkten. Am Anfang steht die Eingangsprüfung der Daten: Jeder Scan wird gesichtet, fehlerhafte Ränder werden bereinigt, bis ein klares Modell vorliegt. Anschließend werden Biss und Okklusion kontrolliert – fehlt eine Bissinformation, wird im Artikulator geprüft. Auch die Sinterschrumpfung des Zirkons wird bei der Konstruktion einkalkuliert, damit die fertige Arbeit passt.

Der CAD/CAM-Workflow in 6 Schritten

  1. Datenerfassung: Abformung oder Intraoralscan – etwa mit einem Intraoralscanner ohne Scanspray – liefern die Ausgangsdaten.
  2. Datenprüfung: Scans werden gesichtet und bereinigt, bis ein verlässliches Modell vorliegt.
  3. CAD-Design: Die Versorgung wird am Bildschirm konstruiert und vom Zahntechniker beurteilt.
  4. CAM-Fertigung: Fräsen oder Schleifen aus dem Rohling – vom Zirkonoxid bis zum PMMA-Blank.
  5. Nachbearbeitung: Sintern, Verblenden, Ausarbeiten und Polieren je nach Werkstoff.
  6. Endkontrolle: Passung, Randschluss, Kontakte und Oberfläche werden geprüft.

Woran das Labor Qualität misst

Unabhängig vom Fertigungsweg gelten dieselben Kriterien: vollständiger Sitz ohne Kippen, dichter Randschluss, korrekte Approximal- und Okklusionskontakte sowie eine homogene, polierte Oberfläche. Die CAD/CAM-Technik macht diese Kriterien reproduzierbarer – sie ersetzt aber nicht die Beurteilung am Modell und im Mund. Rechtlichen Rahmen für Werkstoffe und Prozesse setzen die Anforderungen an Medizinprodukte.

Werkstoffe und Standards

Verarbeitet werden CE-konforme Werkstoffe, die den geltenden medizinprodukterechtlichen Anforderungen entsprechen. Die IMEX-Dentallabore sind TÜV-zertifiziert, und das Unternehmen bringt über 25 Jahre Erfahrung in die zahntechnische Fertigung ein.

Was IMEX zusätzlich absichert

Über die gesetzliche Gewährleistung hinaus gewährt IMEX eine Garantie von fünf Jahren; im Garantiefall sind eine Neuanfertigung und der Expressversand ohne zusätzliche Kosten vorgesehen. Maßgeblich sind dabei die jeweils aktuellen Garantiebedingungen.

Zusammenarbeit von Praxis und Labor

Digitale Fertigung funktioniert nur so gut wie die Abstimmung zwischen Zahnarztpraxis und Dentallabor. Klare Angaben zu Zahnfarbe, Werkstoff und Konstruktion, vollständige Datensätze und Rückfragen bei Unklarheiten gehören zum Prozess. Bei komplexen Versorgungen unterstützt der IMEX Case-Manager die Fallabstimmung.

Wie anspruchsvoll kombinierte Arbeiten sind, zeigt der Beitrag zu Teleskopkronen, Geschieben und Riegeln – auch dort entscheidet die Präzision der Fertigung über den Langzeiterfolg.

Was in der Praxis entschieden wird

Medizinische Diagnose, Indikation und Behandlungsentscheidung liegen bei der behandelnden Zahnarztpraxis. Diese Einordnung ersetzt keine Beratung.

Häufige Fragen zur CAD/CAM-Fertigung

Die digitale Fertigung macht Ergebnisse reproduzierbarer. Über die Qualität entscheidet aber weiterhin die Kombination aus Datenqualität, Prozesskontrolle und zahntechnischer Beurteilung.

Üblich sind unter anderem Zirkonoxid, NEM-Legierungen und Kunststoffe wie PMMA – jeweils als industriell gefertigte Rohlinge.

Nein. Software und Maschinen liefern Kontrollpunkte – die Freigabe bleibt eine fachliche Entscheidung im Labor.

Auffälligkeiten werden im Prozess behoben; wenn nötig, wird neu gefertigt.

Hinweis
Diese Seite dient der Orientierung und ergänzt vorhandene IMEX-Inhalte. Medizinische Diagnose, Indikation und Behandlungsentscheidung erfolgen durch die behandelnde Zahnarztpraxis. Verbindliche Produkt-, Preis-, Garantie-, Material- und Qualitätsangaben richten sich nach den jeweils aktuellen IMEX-Originalinformationen und Bedingungen.

Fragen zur CAD/CAM-Fertigung?

Das IMEX-Team berät Sie zu digital gefertigtem Zahnersatz und den passenden Werkstoffen.

Kosten-Check Zahnersatz

Machen Sie den Kostencheck und verschaffen Sie sich einen Überblick über die Kosten für Ihren individuellen Zahnersatz, die in Frage kommenden Materialien und Produktvarianten.

Ratgeber Zahnersatz

Unser Service für Sie: Bei Fragen zu unseren vielfältigen Produkten oder zu Zahnersatz im Allgemeinen finden Sie hier alles, was Sie zu unseren Preisen, Fertigungstechniken und Produkteigenschaften wissen müssen.

Zahnersatz-Rechner

Berechnen Sie die Kosten für Ihren individuellen Zahnersatz einfach selbst, tragen Sie die Daten aus Ihrem Heil- und Kostenplan ein und erhalten Sie eine Aufstellung der anfallenden Kosten.

Kostenloses Service-Telefon
Noch offene Fragen?

Ein Anruf genügt.
Wir helfen gerne weiter.
Mo – Fr 08:00 – 18:00 Uhr