Intraoralscanner ohne Scanspray: Workflow und Praxisnutzen
Viele moderne Intraoralscanner kommen ohne Scanspray oder Puder aus. Das vereinfacht den digitalen Abdruck und macht den Ablauf in der Praxis angenehmer. Was das für den Workflow bedeutet, ordnet dieser Beitrag ein – der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem jeweiligen System.
Auf einen Blick: Intraoralscanner
- Prinzip digitaler Abdruck; viele aktuelle Systeme arbeiten ohne Scanspray
- Ablauf Vorbereitung → Scan → Kontrolle am Monitor → Übertragung ans Labor
- Grenzen Speichel, Blutung oder schwer einsehbare Bereiche erschweren die Erfassung
- IMEX-System Caddy PC mit upcera FLNTScan R1
Wozu früher Scanspray diente
Ältere Scansysteme benötigten teilweise eine dünne Puderschicht, um reflektierende Oberflächen für die Kamera erfassbar zu machen. Das Auftragen kostete Zeit und musste gleichmäßig erfolgen. Neuere Systeme sind darauf in vielen Fällen nicht mehr angewiesen.
Was der Verzicht bringt
Ohne Scanspray entfällt ein Arbeitsschritt: Der Scan kann direkt erfolgen, was den Ablauf verschlankt und für Patientinnen und Patienten angenehmer sein kann. Für ein gutes Ergebnis bleiben eine ruhige Scanführung und trockene, saubere Oberflächen dennoch wichtig.
So läuft der digitale Abdruck mit dem Intraoralscanner ab
- Vorbereitung: Die Zähne werden getrocknet und freigehalten – saubere Oberflächen bleiben Voraussetzung.
- Scanführung: Die Kamera wird ruhig über die Zahnreihen geführt; die Software setzt die Einzelbilder zusammen.
- Kontrolle am Monitor: Fehlende Bereiche werden sichtbar und lassen sich gezielt nachscannen.
- Übertragung ans Labor: Der Datensatz geht digital an das Dentallabor.
- Weiterverarbeitung: Im CAD/CAM-Workflow entsteht daraus die Versorgung – mehr dazu im Beitrag zur Qualitätskontrolle in der CAD/CAM-Zahntechnik.
Die Bundeszahnärztekammer hat die digitale Abformung per Intraoralscan in einem Statement eingeordnet.
Das IMEX-Scannersystem
IMEX bietet den Caddy PC mit dem upcera FLNTScan R1 als Intraoralscanner-Komplettsystem an. Ob und wie ein System ohne Scanspray arbeitet, ergibt sich aus den technischen Eckdaten der jeweiligen Produktinformation. Diese sind für den konkreten Funktionsumfang maßgeblich.
Vorteile des Intraoralscanners im Überblick
- Kein Scanspray und in vielen Fällen kein konventioneller Abformlöffel nötig.
- Direkte Kontrolle des Scans am Monitor, gezieltes Nachscannen einzelner Bereiche.
- Digitale Übertragung ans Labor – ohne Versand von Abformmaterial.
- Datensätze lassen sich je nach System archivieren und für Folgearbeiten wieder aufrufen.
Grenzen und Voraussetzungen
Auch ohne Puder bleibt die Aufnahmequalität von der Situation im Mund abhängig: Speichel, Blutung oder schwer einsehbare Bereiche können die Erfassung erschweren. Ob ein Intraoralscanner oder eine konventionelle Abformung im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet die Praxis.
Voraussetzungen im Praxisalltag
Damit der Intraoralscanner sein Potenzial ausspielt, braucht es eingespielte Abläufe: eine kurze Einweisung des Teams, definierte Scanprotokolle je nach Versorgungsart und eine konsequente Trockenlegung während der Aufnahme. Auch die Abstimmung mit dem Dentallabor gehört dazu – etwa, welche Datenformate übertragen werden und welche Zusatzinformationen das Labor für die jeweilige Arbeit benötigt. Praxen, die neu einsteigen, beginnen häufig mit überschaubaren Indikationen wie Einzelkronen und erweitern den Einsatz schrittweise. Eine feste Zuständigkeit im Team für Gerätepflege und Software-Updates hält den Workflow stabil.
Was in der Praxis entschieden wird
Welcher Scanner und welcher Workflow zur Praxis passen, entscheidet sich vor Ort. Diese Einordnung ersetzt keine Beratung. Verbindliche Angaben zu Produkten, technischen Daten und Konditionen richten sich nach den jeweils aktuellen IMEX-Produktinformationen.
Häufige Fragen zum Intraoralscanner
Braucht man heute noch Scanspray?
Viele aktuelle Systeme arbeiten puderfrei. Ob ein Scanspray nötig ist, hängt vom jeweiligen Gerät ab – maßgeblich sind die Herstellerangaben.
Ist der digitale Abdruck angenehmer?
Viele Patientinnen und Patienten empfinden den Verzicht auf Abformmasse als angenehmer; der Scan lässt sich zudem unterbrechen und fortsetzen.
Für welche Versorgungen eignet sich der digitale Abdruck?
Das Spektrum reicht je nach System von Einzelkronen über Brücken bis zu Schienen. Den geeigneten Einsatzbereich definieren die Angaben des jeweiligen Herstellers.
Was passiert mit den Scandaten?
Sie werden digital an das Dentallabor übertragen und dort im CAD/CAM-Workflow weiterverarbeitet.
Hinweis
Diese Seite dient der Orientierung und ergänzt vorhandene IMEX-Inhalte. Medizinische Diagnose, Indikation und Behandlungsentscheidung erfolgen durch die behandelnde Zahnarztpraxis. Verbindliche Produkt-, Preis-, Garantie-, Material- und Qualitätsangaben richten sich nach den jeweils aktuellen IMEX-Originalinformationen und Bedingungen.
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